Welcher Klettergurt eignet sich für den Verleih in der Kletterhalle?
Ein Leihgurt wird nicht nach denselben Kriterien ausgesucht wie der eigene Gurt. Er landet jede Woche an Dutzenden verschiedenen Körpern, oft an Einsteiger:innen, oft in Eile. Und die Kursleitung muss ihn schnell kontrollieren können. Entscheidend sind deshalb nicht Gewicht oder Anzahl der Materialschlaufen, sondern Einfachheit, Robustheit und Kontrollierbarkeit.
So wenig Schnickschnack wie möglich. In einer Toprope-Route oder am Selbstsicherungsautomaten zählt genau eine Sache: der Anseilring. Alles, was daneben sitzt, ist eine mögliche Fehlerquelle. Eine Materialschlaufe sieht aus wie eine Schlaufe, und jemand ohne Erfahrung hängt sich daran ein. Genau deshalb hat Beal den Aerolite ohne jede Materialschlaufe konstruiert, auf der bewährten Basis des Aeroteam.
Kontrolle, die schnell geht. Zwanzig Gurte einzeln abzutasten kostet Zeit. Die farbige, asymmetrische Beinschlaufe zeigt der Kursleitung sofort, wenn ein Gurt falsch angelegt ist. Aus der Distanz, ohne einen Handgriff.
Eine einzige Größe. Einen Verleihbestand zu führen heißt auch, ein Lager zu führen. Mit Einheitsgröße und drei Verstellschnallen bestellt, prüft und ersetzt eine Halle nur ein Modell. Die Kehrseite: Für Kinder taugt ein Erwachsenengurt in Einheitsgröße nicht, dafür braucht es eigene Kindergurte.
Vollständige Zertifizierung. Der Aerolite erfüllt die Norm EN 12277:2015+A1:2018 Typ C (Hüftgurt) und das Label UIAA 105, wie ein klassischer Klettergurt auch. Hergestellt wird er von Beal, französischem Hersteller für Kletterausrüstung seit 1951.
Und die Optik? Ein Bestand bunter Gurte gehört zum Auftritt einer Halle. Die Kollektion Melrose 89 mit ihren kontrastierenden Farbflächen und klaren Linien im Stil der Neunziger macht aus Verbrauchsmaterial ein sichtbares Gestaltungselement.
Für den privaten Gebrauch, am Fels oder im Vorstieg findest du bei uns die ganze Auswahl an Klettergurten.
