Fingerverletzungen, wie verwendet man Tape beim Klettern?

Tape beim Klettern – nützlich zum Schutz der Fingerhaut, aber nicht nur...

Wer oft klettert, beansprucht unweigerlich seine Haut und seine Gelenke. Die Haut wird heiß, die Gelenke ziehen, ein alter Schmerz meldet sich manchmal ohne Vorwarnung zurück. Tape kann wirklich den Unterschied machen. Richtig angelegt und gut gewählt schützt es die Haut, stützt die Finger und ermöglicht weiteres Klettern bei reduziertem Risiko.

Hier findest du einige einfache und nützliche Tipps, um zu verstehen, wie du es effektiv einsetzt.

Tape zum Schutz der Fingerhaut

Die Fingerhaut wird beim Klettern stark beansprucht. Manche Griffe sind abrasiv, mancher Fels nutzt schnell ab, und die Fingerspitzen bekommen die Folgen zu spüren. Wenn die Haut zu empfindlich wird oder sich abzunutzen beginnt, kann etwas Tape eine Session retten.

Die Fingerspitzen zu tapen hilft, die Haut zu schonen, wenn sie zu dünn ist. Das ermöglicht weiteres Klettern, reduziert aber oft die Sensibilität an den Fingerspitzen und mindert den Griffkomfort.

Das Crux Sense Tape ist perfekt für diese Anwendung, da es maximales Gefühl bewahrt und gleichzeitig die Haut schont.

Tape ist auch sehr praktisch, wenn eine Wunde gerade heilt. Die geschwächte Stelle abzudecken schützt sie und verhindert, dass die Heilung verzögert wird. Das gilt auch für einen frisch abgerissenen Hautfetzen, der ein paar Tage Ruhe braucht.

Je nach Bedingungen und Umständen – wenn man weiß, dass man Haut für einen Wettkampf oder sein Projekt braucht – kann Tape beim Aufwärmen vorbeugend angelegt und dann im Ernstfall entfernt werden.

Tape zur Unterstützung der Finger und ihrer Gelenke

Jeder Finger besteht aus mehreren Gliedern und Gelenken. Diese kleinen Strukturen arbeiten beim Klettern enorm, besonders bei aufgestellten Griffen. Wenn ein Finger müde ist oder eine alte Verletzung sich bemerkbar macht, kann ein gut angelegtes Taping echte Unterstützung bieten.


Ein schmales Band von etwa einem bis anderthalb Zentimetern Breite ist oft die beste Wahl. Es ermöglicht, die Spannung anzupassen und das Fingerglied perfekt zu umwickeln. In der Regel reicht eine Länge von zwanzig bis dreißig Zentimetern.

Die Technik ist einfach. Man wickelt das Band spiralförmig von der Fingerspitze, dem distalen Teil, bis zur Basis, wobei jede Windung leicht überlappt. Die Spannung muss gleichmäßig verteilt sein. Das Tape muss stützen, aber ohne die Blutzirkulation abzuschnüren. Die Fingerspitze kann leicht röten, darf aber niemals violett werden. Wenn es zu fest ist, fängt man von vorne an. Mit etwas Übung findet man schnell die richtige Dosierung.

Diese Art von Taping hilft auch, einen in der Vergangenheit geschwächten Finger zu stützen. Es begrenzt auf natürliche Weise die Kraft bei bestimmten Griffarten und reduziert das Risiko einer Verschlimmerung.

Tape bei spezifischeren Verletzungen

Manche Verletzungen erfordern ein technischeres Taping oder ärztlichen Rat. Das gilt für den Ringbandriss. Ringbänder sind Ringe, die die Sehnen an den Fingerknochen halten. Wenn sie reißen, muss der Finger ruhiggestellt werden, damit das Ringband richtig heilen kann. Das Tape dient dann dazu, die Sehne an Ort und Stelle zu halten und die Beugung zu verhindern. In dieser Situation ist Klettern zunächst nicht empfohlen und es ist wichtig, einen Arzt aufzusuchen.

Die Sehnenscheidenentzündung entspricht einer Entzündung der Sehne und ihrer Hülle. Tape kann helfen, die Beschwerden bei Beugebewegungen zu reduzieren. Stark aufgestellte Griffe sollten vermieden werden, bis die Entzündung abklingt.

Wenn ein Schmerz ohne erkennbare Ursache auftritt, kann Tape allgemeinen Halt und leichte Linderung bieten. Dies bleibt eine vorübergehende Lösung, die eine angemessene Behandlung nicht ersetzt.

Wenn Zweifel an der Ursache eines Schmerzes bestehen, sprich mit einem Arzt.

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Das richtige Tape wählen

Die Wahl des Tapes hängt von der Situation ab. Hautschutz erfordert oft ein dünnes, geschmeidiges Tape, das gute Sensibilität bewahrt. Gelenkunterstützung braucht eher ein steiferes Band. Die Wahl muss immer an die Verletzung und den gewünschten Halt angepasst sein.

Die Kriterien für ein gutes Tape können je nach Person variieren. Wesentlich ist, dass es bei Belastung hält, widerstandsfähig und für dein Problem geeignet ist – zögere nicht, mehrere Modelle zu testen, um das zu finden, das am besten zu deiner Praxis passt.

Effektiv tapen

Als vorbeugende Maßnahme gegen Ringbandrisse wurde die H-Taping-Technik von Dr. Schöffl 2007 entwickelt. Dabei wird ein Tape-Streifen so zugeschnitten, dass ein „H" entsteht, bevor er um den Finger gewickelt wird.

Diese Methode, die bei leicht gebeugtem Finger durchgeführt wird, um die aufgestellte Griffposition nachzuahmen, bietet bessere Stabilität. Sie reduziert den Abstand zwischen Sehne und Knochen, was dazu beitragen könnte, Kletterer vor Ringbandrissen zu schützen.

Das Video Tapen fürs Klettern von PC Training erklärt dir die verschiedenen Taping-Methoden je nach Problemstellung: Ringband, Verstauchung, Haut, ...
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